Glück zu! So lautet der traditionelle Grüß in der Müllerei. In der Schälmühle Gebr. Kümmel + Co. in Vetschau im Spreewald setzen wir alles daran, an dieser Tradition festzuhalten und in diesem deutschlandweit seltenen Beruf engagierten Nachwuchs zu gewinnen und auszubilden. Die Schälmühle Gebr. Kümmel + Co. ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb, der in drei Berufen die Arbeitskräfte von morgen fit für die Zukunft macht. Für folgende Ausbildungsberufe kannst du dich in der Schälmühle Vetschau bewerben:
Verfahrenstechnologe/-in in der Mühlen- und Getreidewirtschaft (Müller*innen)
Fachlagerist/Fachlageristin
Fachkraft für Lagerlogistik
Übrigens: Wenn du dich für eine Ausbildung in der Schälmühle in Vetschau interessiert, darfst du gern bei einem Probetag in den Produktionsablauf hineinschnuppern. Grundsätzlich arbeitet unsere Schälmühle rund um die Uhr im Drei-Schicht-System, die Wochenenden sind arbeitsfrei.
Zwischen Idylle und Innovation
Wer sich heute für den Beruf des Müllers oder der Müllerin entscheidet, muss sich auf zwei Dinge einstellen: auf eine seltene Berufsbezeichnung und auf ungläubige Blicke von Mitmenschen. Doch wer sich zu einer Ausbildung zum „Verfahrenstechnologen/ Verfahrenstechnologin in der Mühlen- und Getreidewirtschaft“ entschließt, will den Spagat zwischen Tradition und Moderne und zwischen Idylle und Innovation. Es geht um Wissen, das seit Jahrhunderten weitergegeben und weiterentwickelt wird. Wissen, das sich um Agrarwirtschaft, Technik, physikalische und chemische Verfahren und gesunde Ernährung dreht. Ein vielschichtiges, innovationsaffines Berufsfeld, über das eins sicher gesagt werden kann: technisch versierte Verfahrenstechnologen und -technologinnen müssen sich beruflich in der Mühlenbranche und auch darüber hinaus keine Sorgen machen. Und auch wenn das ursprüngliche Müllerhandwerk nur noch rudimentär im aktuellen Arbeitsumfeld vorhanden ist, so ist es dennoch da.
Ablauf
Der klassische Weg in die Mühlenwirtschaft ist die dreijährige duale Ausbildung zur Verfahrenstechnologin/zum Verfahrenstechnologen Mühlen- und Getreidewirtschaft. Die Ausbildung lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen auf zwei Jahre verkürzen. Auch Quereinsteiger aus anderen Berufen haben gute Einstiegsmöglichkeiten. Neben der betrieblichen Ausbildung im Unternehmen wird die Fachtheorie im Blockunterricht in einer der darauf spezialisierten Berufsschulen in Wittingen/Niedersachsen oder in Stuttgart absolviert; dort werden auch die fachpraktischen Kenntnisse vertieft. Nach der Ausbildung kann es an der Deutschen Müllerschule Braunschweig (DMSB) weitergehen, etwa zum staatlich anerkannten Techniker/Technikerin in der Fachrichtung „Mühlenbau, Getreide- und Futtermitteltechnik“.